GLANDIENALE
JAKARTA
02/10 — 13/11
2017

  • contact

    Firnis (1)  
    Leuchtkasten / lichtdurchlässige Fotografie
    86 x 50 x 10 cm

     

     

    FIRNIS

    Installation (mehrteilig)
    Leuchtkasten, lichtdurchlässige Fotografie

    Verschiedene ausrangierte Leuchtkästen beleuchten transluzente Fotografien der eigenen Innenansicht. Die Fotografien zeigen die verborgene Technik des Leuchtkastens – die Lampen, Reflexionsspiegel, Kabel und Starter. Sie legen sich wie ein medialer Schleier über das eigentliche Objekt. Diese fotografische Oberfläche versperrt den Blick in das Innere und bildet ihn dennoch ab.

    „Im Kontext einer jüngeren Kunstgeschichte, die spätestens seit den 1960er Jahren verschiedenste Leuchtmittel in künstlerische Prozesse und Werkkonzeptionen integrierte und ab den 1970er Jahren mit Jeff Wall die wohl signifikanteste Zusammenführung von Leuchtkästen und Fotografien kennt, erweist sich „Firnis“ von Alexander Glandien als ein doppelbödiges Spiel mit Referenzen und Medien, speziell der Fotografie. Denn in der Simultanität von Bild und Display schafft Glandiens Projekt einen bewusst herbeigeführten Zustand der Redundanz, in dem sich der ganze Fragenkatalog zum Status und Indexikalität der Fotografie sowie zur ontologischen Bestimmung des Mediums „schlaglichtartig“ auftut. Zudem wird genau in diesem Punkt des Zusammenfallens von Bild und Abbild auch die Substanz der Fotografie als Identitätsüberlagerung von Präsentation und Repräsentation in die Mediengrammatik eingeschrieben. So kann auch die zu Jeff Walls Leuchtkästen getroffene Festellung „Ohne Licht kein Bild“ (durch Lisa Joyce und Fred Orton, 2003) bei Alexander Glandiens „Firnis“ zu „Ohne Licht kein Bild des Lichts“ maßgeblich erweitert werden.“  (Martin Hochleitner)

     

    Firnis (2)
    Leuchtkasten / lichtdurchlässige Fotografie
    32 x 45 x 8 cm