GLANDIENALE
JAKARTA
10/06 — 22/07
2018

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    Retouching memory

    Installation

     

    Die Installation „retouching memory“ widmet sich auf experimentelle Weise dem Prozess des Erinnerns, vor allem den immanenten Vorgängen des Vergessens, Verdrängens und Verfälschens. Der Vorgang der Erinnerungretusche beschreibt dabei einen Prozess der nachträglichen „Reinterpretation“ der Vergangenheit, die es ermöglicht, die eigene Identität neu zu denken und sich selbst in einem veränderten Kontext von Vergangenheit und Gegenwart neu einzuordnen.
    Die maschinellen und aus Wasser erzeugten Bilder dieser Installation sind nicht von Dauer, sondern verändern sich stetig, sie verblassen zunächst und verflüchtigten sich schließlich vollständig. Diese stetige Veränderung durch Verdunstung und die wiederkehrende maschinelle, geradezu sysiphus-hafte Produktion erzeugen eine ambivalentes Zusammenspiel zwischen dem menschlichem Abbild und seiner maschinellen Gefangennahme.
    Die Arbeit besteht aus zwei mattschwarzen Zeichenmaschinen, die abwechselnd auf ihren Oberflächen flüchtige Portrait- und Körperbilder erzeugen.